Die Halde Deusenberg im Norden von Dortmund

Ähnlich wie der Tippelsberg in Bochum ist der Deusenberg keine Bergbauhalde, sondern eine ehemalige Mülldeponie in der Nähe des Dortmund-Ems-Kanals. Man kann sowohl über dem Emscherradweg als auch über die Route Industriekultur auf Radwegen zum Deusenberg kommen.

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Sehr schön ist die Strecke von Bochum über Gerthe, an der Halde Lothringen vorbei nach Bövinghausen. Dort lohnt ein kurzer Stop und Blick auf die Fördertürme der Zeche Zollern. Dann geht´s hinab ins Tal, am Haus Dellwig vorbei nach Dortmund-Mengede.

Von dort ist es nicht mehr weit bis zur Kokerei Hansa, die unterhalb des Deusenbergs liegt und in diesem Sommer eins von vielen Besucherzentren der Emscherkunst 2016 ist.

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Oben auf dem Deusenberg hat man einen Blick über die gesamte Dortmunder Innenstadt und bei klare Sicht über das Umland. Auf 120 Meter Höhe sieht man im Norden das Lager von Ikea.

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Weiter nordöstlich ist der Hammerkopfturm der ehemaligen Zeche Minister Stein in Dortmund-Eving zu sehen. Der alte DEW-Gasometer ist inzwischen gesprengt.

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Den schönsten Blick auf Dortmund hat man ganz oben auf der Halde, mitten in der Mountainbiker-Arena.

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Von dort blickt man Richtung Südosten auf die Skyline der City,  mit dem Florian in der Ferne, Harenberghaus und das U, die Kirchturmspitzen der Reinoldi- und St. Petrikirche. Ganz im Vordergrund glänzen die Deusener Eier, die nachts blau angestrahlt werden. Es sind die Türme der hiesigen Kläranlage.

Ich mag die Deusenberghalde, einmal wegen ihrer guten Erreichbarkeit über die Radwege, dann aber auch, weil sie leicht zu besteigen ist. Vor allem ist sie ist nicht so überlaufen wie der Tippelsberg oder andere große Halden wie Haniel oder Hoheward.
Außer den Bikertrails und ein paar Hügeln ist dort auch nichts Sensationelles zu finden, keine Landmarke, kein Kunstwerk. Die Aussicht aber entschädigt für vieles.

Wer`s mag: Oben auf dem langgestreckten Haldenplateau kann man bei einem Spaziergang viele Pflanzen und Wirldkräuter entdecken.

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Es ist immer wieder erstaunlich, was so alles auf den Halden und Brachen des Reviers wächst und wie sich die Natur ihren Raum zurückerobert.

Kunstwald und Zeche Teutoburgia in Herne

Nicht alle Zechen im Ruhrgebiet haben großartige Erfolgsgeschichten geschrieben. Die Zeche Teutoburgia im Herner Stadtteil Börnig, an der Grenze zu Castrop-Rauxel und dem Bochumer Norden, ist ein gutes Beispiel für Investitionen, die sich nicht ausgezahlt haben.

Zeche Teutoburgia in Herne

Der irische Unternehmer Thomas Mulvany, der die Zechen Shamrock, Hibernia und Erin gründete, hatte 1866 in Herne-Börnig sein Glück versucht, doch als sich herausstellte, dass die Kohle schwer zu fördern war, verkaufte er die Zeche recht schnell wieder. Weiterlesen

Planetenstraßen in Dortmund-Bövinghausen

Wer über den Springorum-Radweg und Altenbochum nach Gerthe hochradelt, hat den steigungsarmen Weg zur Zeche Zollern entdeckt, nebenbei bemerkt auch den zur Halde Schwerin in Castrop-Rauxel. Kurz vor der Zeche Zollern, die heute als Industriemuseum in  Dortmund-Bövinghausen fungiert, liegt ein ganzes Viertel mit Planetennamen.

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Das Viertel ist 1904 gebaut worden, kurz nachdem die Zeche Zollern ihren Betrieb aufnahm. Zollern ist eine späte Gründung, die meisten Zechen im Revier entstanden während der ersten „wilden“ Gründungsphase von 1850 bis 1870.

Zeche Zollern hingegen war eine Musteranlage der Gelsenkirchener Bergwerks AG und die Kolonie Landwehr wurde als Arbeitersiedlung im Gartenstadt-Stil errichtet und ebenso wie die Zeche sorgfältig geplant. Weiterlesen

Zeche Erin und der keltische Baumkreis in Castrop-Rauxel

Auf der Halde Schwerin in Castrop-Rauxel steht eine riesige Sonnenuhr. Sie besteht aus 24 Stelen und einem Stabdreieck, das genau nach Norden zeigt. Vier verschieden Treppen führen auf die Halde, sie markieren die vier Himmelsrichtungen.

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Schwerin war übrigens die erste Halde im Ruhrgebiet, die 1993 eine Landmarke bekam. Ein Besuch lohnt sich vor allem am Abend, wenn die Sonne zwischen den Stelen untergeht. Weiterlesen

Die Knappen-Halde in Oberhausen am Centro

An einem der ersten warmen Tage in diesem Jahr ging es am Rhein-Herne-Kanal entlang nach Oberhausen. Gegenüber vom Centro liegt eine der ersten und ältesten Halden des Reviers, die Knappenhalde.

Vom Centro aus war es schwierig, mit dem Rad einen direkten Weg zur Knappenhalde zu finden. Über die vielbefahrene Essener Straße und die Knappenstraße stößt man jedoch schnell auf den Fußweg, der in Spiralenform bis nach oben führt.

Knappenhalde am Centro in Oberhausen

Die Knappenhalde ist etwas über 100 Meter hoch und damit die höchste Erhebung der Stadt. Auf dem Plateau ist ein kleines Stahlgerüst, ein ca. 15 m hoher Aussichtsturm, ähnlich wie die Balkone auf der Halde Hoheward. Weiterlesen

Ein Friedhof für echte Schalke-Fans

Nur einen Steinwurf von der Schalke-Arena entfernt kann der Schalke-Fan seine letzte Ruhestätte finden. Im Dezember 2012 gab es die erste Bestattung auf dem Schalker Fan-Feld, so die offizielle Bezeichnung.

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Die letzten Ruhestätten auf dem Friedhof Beckhausen-Sutum sind als kleines Stadion angelegt, mit zwei Toren und einem Mittelkreis in den Vereinsfarben Blau-Weiß. 1904 ist das Gründungsjahr des FC Schalke 04. Logisch, dass 1904 Liegestätten auf dem Gemeinschafts-Grabfeld Platz haben. Weiterlesen

Schurenbachhalde in Altenessen

Die Schurenbach-Halde in Altenessen ist zu jeder Tages- und Nachtzeit sehenswert. Ihre Lage im Essener Norden, am Rhein-Herne-Kanal, unweit vom Nordsternpark in Gelsenkirchen, erlaubt einen großartigen Rundblick über das Ruhrgebiet.

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Wer Richtung Westen schaut, sieht die Kokerei von Proper-Haniel und die Halde mit dem Tetraeder, weiter am Horizont ist bei klarer Sicht der Gasometer in Oberhausen zu sehen. Weiterlesen

Das Colani-Ei in Lünen

Neben dem Alien-Landeplatz auf der Rheinelbe-Halde findet der Ruhr-Tourist ein weiteres futuristisch anmutendes Ausflugsziel im Ruhrgebiet. Es ist das Ufo des Designers Luigi Colani, das über dem ehemaligen Förderturm der Zeche Minister Achenbach in Lünen, Ortsteil Brambauer schwebt.

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Erst 1900 wurde die erste Kohle auf dieser Zeche gefördert, obwohl sie bereites 1877 gegründet wurde. Weiterlesen