Mondsee an der Zeche Ewald in Herten

Der Mondsee direkt neben Zeche Ewald in Herten heißt vermutlich Mondsee, weil er wie ein Halbmond in der Landschaft liegt. Wer den Radweg der Route Industriekultur vom Rhein-Herne-Kanal durch den Emscherbruch fährt, landet direkt am Mondsee.

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Von dort geht`s über die Ewald-Promenade zu den beiden Fördergerüsten, die von Zeche Ewald übrig geblieben sind, gemeinsam mit dem verfallenen Malakowturm und ein paar anderen Gebäuden. Das Gerüst mit den vier Seilscheiben ist übrigens – ebenso wie das Fördergerüst über dem Zentralschacht von Zollverein oder der Zeche Pluto in Wanne-Eickel – von Fritz Schupp gebaut.

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Auf Ewald wurde immerhin bis April 2000 Kohle gefördert, ich kann mich noch gut daran erinnern. Zeche Recklinghausen 2 war bereits stillgelegt und wollte unbedingt IBA-Projekt werden. Das war zu Beginn der neunziger Jahre, ich habe für den Geschichtskreis der ehemaligen Kumpel von RE II gearbeitet und mit Kreisdenkmalpfleger Klaus Philipps auf Ewald regelmäßig Grubenlampen, Helme und andere Gegenstände für Ausstellungen geliehen.

Aber zurück zum Mondsee. Hier sammelt sich das Regenwasser, aber leider auch der Müll  all jener, die in lauen Sommernächten am Mondsee feiern. Richtig idyllisch wird der Platz erst im Licht der untergehenden Sonne. Trotzdem mag ich den Mondsee, einmal wegen seines Namens und weil ich dort immer vorbei radle, wenn ich auf die Halden Hoheward oder Hoppenbruch möchte.

Deshalb soll er nun hier im Astro-Blog seinen Platz bekommen, der Mondsee von Herten. Dieser kleine, unscheinbare, leicht verdreckte und irgendwie trotzdem liebenswerte Platz.