Das Colani-Ei in Lünen

Neben dem Alien-Landeplatz auf der Rheinelbe-Halde findet der Ruhr-Tourist ein weiteres futuristisch anmutendes Ausflugsziel im Ruhrgebiet. Es ist das Ufo des Designers Luigi Colani, das über dem ehemaligen Förderturm der Zeche Minister Achenbach in Lünen, Ortsteil Brambauer schwebt.

luigi-colani-luenen

Erst 1900 wurde die erste Kohle auf dieser Zeche gefördert, obwohl sie bereites 1877 gegründet wurde. 1992 wurde Minister Achenbach stillgelegt. 1994 eröffnete das Technologiezentrum Lüntec, in einigen ehemaligen Zechengebäuden, die zu Büros umgebaut wurden.

luenen-colani

Über Schacht 4 wurde dann 1995 das Colani-Ei angebracht. Es soll den Strukturwandel im Ruhrgebiet verdeutlichend. Nun ja, es ist in jedem Fall ein tolles Fotomotiv und über die Radwege der Route Industriekultur problemlos zu erreichen.

Ganz in der Nähe liegen noch zwei Halden, eine kleine und eine größere. Und wer möchte kann am Kanal weiter radeln, entweder Richtung Waltrop-Datteln oder Richtung Hamm.

Am Datteln-Ems-Kanal

Davon ab: Luigi Colani hatte ein interessantes Leben, als Designer entwarf er Möbel und Gebrauchsgegenstände, er hat aber auch drei Jahre Aerodynamik studiert und anfangs für einen Flugzeughersteller gearbeitet.

Er hat mal eine Kügelküche entworfen, weil er organische Formen liebt und mit dem Älterwerden hat er einige skurrile Dinge gemacht. 2004 designte er im Auftrag des damaligen Hamburger Senators Roland Schill die Polizei-Uniformen der Stadt. 2007 präsentierte er auf der CEBIT in Hannover sein Universalhandy, das leider nie in Produktion ging.