Schurenbachhalde in Altenessen

Die Schurenbach-Halde in Altenessen ist zu jeder Tages- und Nachtzeit sehenswert. Ihre Lage im Essener Norden, am Rhein-Herne-Kanal, unweit vom Nordsternpark in Gelsenkirchen, erlaubt einen großartigen Rundblick über das Ruhrgebiet.

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Wer Richtung Westen schaut, sieht die Kokerei von Proper-Haniel und die Halde mit dem Tetraeder, weiter am Horizont ist bei klarer Sicht der Gasometer in Oberhausen zu sehen.

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Nordöstlich liegt der Nordsternpark, der große Förderturm mit dem nackten Herakles von Markus Lüpertz ist deutlich zu erkennen. Weiter Richtung Norden sind die Halde Scholven  die Haldenlandschaften von Gladbeck zu sehen.

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Richtung Süden hingegen findet man die Kokerei Zollverein mit ihren hohen Schornsteinen und natürlich das markante Fördergerüst über Schacht XII. In der Ferne am Horizont fällt der Blick auf die Hochhäuser der Essener City .

Ein Ausflug bei klarer Sicht lohnt sich in jedem Fall und in der Woche kann es mit etwas Glück passieren, dass man bei Sonnenuntergang ganz alleine auf der Halde steht und den fantastischen Blick nach allen Seiten in Ruhe genießen kann.

Die große Stahlskulptur, die inmitten der mondähnlichen Landschaft steht, ist von Richard Serra, einem amerikanischen Künstler, der sich dem Ruhrgebiet  schon lange verbunden fühlt und dessen riesige Stahlskulptur „Terminal“ am Bochumer Hauptbahnhof schon in den 70er Jahren für heftige Diskussionen sorgte.

Bereits 1981 heiratete Serra die Kunsthistorikerin Clara Weyergraf, die in Bochum an der Ruhr-Universität, seinerzeit unter Max Imdahl, Kunstgeschichte studierte.

Serras Kunstwerk auf der Schurenbachhalde heißt „Bramme für das Ruhrgebiet“ und ist 15 Meter hoch. Die Skulptur soll einerseits an die Stahlproduktion im Ruhrgebiet erinnern und gleichzeitig ein Mahnmal für die Zwangsarbeiter sein, die während der NS-Zeit die Schurenbachhalde als Bergehalde der Zeche Zollverein errichteten.