Ein Friedhof für echte Schalke-Fans

Nur einen Steinwurf von der Schalke-Arena entfernt kann der Schalke-Fan seine letzte Ruhestätte finden. Im Dezember 2012 gab es die erste Bestattung auf dem Schalker Fan-Feld, so die offizielle Bezeichnung.

Schalke-Friedhof Gelsenkirchen

Die letzten Ruhestätten auf dem Friedhof Beckhausen-Sutum sind als kleines Stadion angelegt, mit zwei Toren und einem Mittelkreis in den Vereinsfarben Blau-Weiß. 1904 ist das Gründungsjahr des FC Schalke 04. Logisch, dass 1904 Liegestätten auf dem Gemeinschafts-Grabfeld Platz haben.

Mittelpunkt des Schalke Fan-Feld

Geschäftsführer des Fanfelds ist übrigens Ender Ulupinar, mit einer Friedhofsgärtnerin verheiratet und Ex-Torhüter der Schalker Amateurmannschaft der Jahre 1992/1993. Ein echter Schalker Junge, der Vater kam 1967 aus der Türkei ins Ruhrgebiet, um auf der Zeche zu arbeiten.

Schalkes Spieler Ala Urban auf dem Fanfeld

Der Platz um Mitte des Fußballfeldes ist übrigens exklusiv für Schalker Fußballgrößen reserviert. 2013 wurde ein Spieler der legendären 30er Jahre Meistermannschaft umgebettet. Adolf „Ala“ Urban starb 1943 im zweiten Weltkrieg in Russland, 70 Jahre später sorgte ein Fan aus dem Sauerland für die Umbettung.

Für die Radler im Revier ein Hinweis, der Friedhof liegt direkt an der ehemaligen Bahntrasse der Zeche Hugo, die vom Rhein-Herne-Kanal zur Halde Rungenberg führt.