Halde Pluto mit Aussichtsturm

Es ist gefühlt schon wieder eine kleine Ewigkeit her, dass eines Tages oben auf der Plutohalde eine Betonmauer stand und ich mich fragte, was nun dort passieren wird.

Jetzt ist meine Frage beantwortet. Der Klotz war der erste Schritt zum Bau eines kleinen Aussichtsturms. Damit ist ein nächster Bauabschnitt auf dieser Halde fertig. Es wird zwar immer noch weiter aufgeschüttet, aber allmählich wird das Gelände ein kleiner, neuer Freizeitpark am Rande von Wanne-Eickel.

Während ich in den letzten Jahren meist alleine dort oben stand, war gestern eine Familie mit Kindern unterwegs und mehrere Hundebesitzer und Nordic-Walkerinnen liefen auf der Halde herum.

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Zeche Pluto in Wanne-Eickel

Auf Zeche Pluto in Wanne-Eickel sitzt heute die Grubenwehr der Deutschen Steinkohle. Wer nicht weiß, was die Grubenwehr ist: das sind die Kumpel, die bei Explosionen unter Tage die Verschütteten bergen. Ein gefährlicher und zugleich ehrenvoller Job.

Zeche Pluto in Wanne-Eickel

Zeche Pluto wurde 1856 begründet und am 31. März 1976 stillgelegt. Das Fördergerüst sieht fast genauso aus wie das Gerüst der berühmten Zeche Zollverein in Essen. Kein Wunder, denn es wurde von Fritz Schupp und Martin Kremmer gebaut, den beiden Architekten, die 1929 aus Zollverein die modernste Zeche des ganzen Reviers machten.

Der Name Pluto ist für eine Zeche naheliegend, herrscht doch der Gott der Unterwelt nicht nur über Höhlen, Erdspalten und die Verstorbenen, sondern auch über die Bodenschätze in der Tiefe der Erde. Das sind im Ruhrgebiet die schwarzen Diamanten. So wurde die Kohle nämlich früher genannt.